Preisvergleich für Handys mit und ohne Vertrag

eSIM

Eine eSIM (embedded SIM) ist eine fest im Handy verbaute SIM-Karte, die nicht mehr eingelegt, sondern per Download aktiviert wird. Statt einer Plastikkarte lädt man ein digitales SIM-Profil seines Anbieters auf das Gerät – meist über einen QR-Code oder direkt in dessen App.

Wie funktioniert die eSIM?

Im Smartphone steckt ein winziger Chip, der die gleichen Daten speichert wie eine klassische SIM-Karte: Rufnummer, Netzzugangsdaten und Sicherheitsschlüssel. Diese Daten kommen aber nicht ab Werk auf den Chip, sondern werden beim Anbieter bestellt und anschließend heruntergeladen. Nach dem Buchen eines Tarifs bekommt man einen QR-Code per Mail oder im Kundenkonto, scannt ihn mit der Kamera und ist nach etwa einer Minute im Netz.

Ein eSIM-Profil kann jederzeit gelöscht und durch ein neues ersetzt werden. Moderne Smartphones speichern mehrere Profile gleichzeitig (oft acht oder mehr), aktiv sind aber meist nur ein oder zwei davon.

Die Vorteile

Sofort startklar: Kein Warten auf den Postversand – der Tarif ist nach dem Kauf in wenigen Minuten nutzbar. Das ist vor allem bei Prepaid-Tarifen und kurzfristigen Wechseln praktisch.

Zwei Nummern in einem Handy: Fast alle eSIM-fähigen Geräte beherrschen Dual SIM – etwa die private Nummer auf der Plastik-SIM und die dienstliche auf der eSIM.

Günstig im Urlaub: Für Reisen außerhalb der EU lässt sich eine lokale Daten-eSIM buchen, ohne die deutsche Nummer aufzugeben.

Robuster und platzsparender: Ohne Kartenschacht bleibt im Gehäuse Platz für Akku, und es gibt eine Öffnung weniger, durch die Wasser eindringen kann.

Die Nachteile

Beim Gerätewechsel ist die eSIM etwas unbequemer: Man kann sie nicht einfach umstecken, sondern muss das Profil übertragen. Aktuelle iPhones und Android-Handys bieten dafür einen direkten eSIM-Umzug an, ansonsten hilft ein neuer QR-Code vom Anbieter – manche verlangen dafür eine Gebühr. Ist der Akku leer oder das Handy defekt, lässt sich die Nummer außerdem nicht mal eben in ein Ersatzgerät stecken. Und nicht jeder Discounter unterstützt die eSIM bislang.

Welche Handys unterstützen eSIM?

eSIM-fähig sind unter anderem die iPhones ab dem iPhone XS, die Samsung Galaxy S-Reihe ab dem S20, alle Google Pixel ab dem Pixel 3 sowie die meisten aktuellen Modelle von Xiaomi, Motorola, Honor und Nothing. Apple geht noch weiter: Das iPhone Air kommt ganz ohne Kartenschacht und funktioniert ausschließlich mit eSIM. Auch viele Tablets und Smartwatches nutzen die eSIM. Alle Modelle mit eSIM finden Sie unter eSIM Handys.

Welche Anbieter bieten eSIM an?

Alle drei Netzbetreiber – Telekom, Vodafone und o2 – geben eSIM-Profile aus, inklusive ihrer Prepaid-Marken. Auch die meisten Discounter wie congstar, otelo, blau, ALDI TALK oder die Drillisch-Marken sim.de und winSIM unterstützen sie inzwischen. Wer sichergehen will, prüft vor dem Abschluss im Kleingedruckten oder in der Tarifbeschreibung, ob die eSIM ohne Aufpreis erhältlich ist.

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