Preisvergleich für Handys mit und ohne Vertrag

EU-Roaming

Roaming bedeutet, dass ein Handy im Ausland das Netz eines fremden Betreibers nutzt. Seit dem 15. Juni 2017 gilt in der Europäischen Union die Regel "Roam like at home": Innerhalb der EU kostet die Nutzung des Handys nicht mehr als zu Hause. Die Regelung wurde verlängert und gilt bis mindestens 2032.

Was genau ist inklusive?

Anrufe, SMS und Datenvolumen werden im EU-Ausland aus dem heimischen Inklusivkontingent bedient. Wer also eine Allnet-Flat mit 20 GB hat, telefoniert in Spanien unbegrenzt und surft dort aus denselben 20 GB. Zusätzliche Roaming-Gebühren fallen nicht an.

Die Regelung gilt in allen 27 EU-Staaten sowie in Island, Liechtenstein und Norwegen. Nicht dazu gehören unter anderem die Schweiz, das Vereinigte Königreich (seit dem Brexit) und die Türkei – viele deutsche Anbieter schließen die Schweiz und Großbritannien aber freiwillig ein. Ein Blick in die Tarifdetails lohnt sich.

Die Fair-Use-Grenze

"Roam like at home" ist für Reisen gedacht, nicht für den dauerhaften Auslandsaufenthalt. Deshalb dürfen Anbieter bei sehr günstigen Tarifen mit viel Datenvolumen eine Fair-Use-Obergrenze für die Datennutzung im Ausland setzen. Sie wird nach einer EU-Formel aus dem Tarifpreis berechnet – bei einem Zehn-Euro-Tarif mit 50 GB können das beispielsweise nur 20 GB im Ausland sein. Wird die Grenze überschritten, fällt ein kleiner Aufschlag pro Gigabyte an. Wie hoch Ihr Auslandsvolumen ist, steht in der Leistungsbeschreibung des Tarifs.

Wer sich dauerhaft im Ausland aufhält, kann außerdem angeschrieben werden: Nutzt jemand über vier Monate hinweg das Handy überwiegend im Ausland, darf der Anbieter nach einer Warnung Zuschläge erheben.

Außerhalb der EU wird es teuer

In den USA, der Schweiz, der Türkei oder in Asien gelten die normalen Roaming-Preise – teilweise mehrere Euro pro Megabyte. Zum Schutz gibt es einen gesetzlichen Kostendeckel von 60 Euro für Daten: Ist er erreicht, wird die Verbindung getrennt, bis man aktiv zustimmt. Dieser Deckel gilt jedoch nur für Datenverbrauch, nicht für Telefonate.

So vermeiden Sie böse Überraschungen

Vor der Reise beim Anbieter nach einem Auslandspaket fragen oder vor Ort eine lokale eSIM buchen – das ist außerhalb Europas meist die mit Abstand günstigste Lösung. Auf dem Schiff und im Flugzeug greift das Roaming über Satellitennetze, die extrem teuer und von der EU-Regelung ausgenommen sind: Hier hilft nur der Flugmodus. Und in Grenznähe kann sich das Handy versehentlich in ein ausländisches Netz einbuchen – dagegen hilft, die Netzwahl vorübergehend manuell auf einen deutschen Anbieter zu stellen.

Welche Tarife welches Auslandsvolumen bieten, zeigt unser Handyvertrag-Vergleich.

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