Preisvergleich für Handys mit und ohne Vertrag

Drosselung

Von Drosselung spricht man, wenn ein Mobilfunkanbieter die Surfgeschwindigkeit stark reduziert, sobald das im Tarif enthaltene Datenvolumen aufgebraucht ist. Die Internetverbindung bleibt bestehen, wird aber so langsam, dass sie kaum noch nutzbar ist.

Wie stark wird gedrosselt?

Üblich sind 32 kbit/s oder 64 kbit/s – das ist ungefähr das Tempo eines Modems aus den Neunzigern und rund tausendmal langsamer als eine normale LTE-Verbindung. Einige Anbieter drosseln milder auf 384 kbit/s oder 1 Mbit/s.

Was im gedrosselten Zustand noch funktioniert: WhatsApp-Textnachrichten, E-Mails ohne Anhang und mit viel Geduld eine einfache Webseite. Was nicht mehr geht: Streaming, Videotelefonie, Karten-Navigation, Bilder in sozialen Netzwerken und die meisten Apps, die Inhalte nachladen.

Wichtig: Telefonieren und SMS sind nicht betroffen. Die Drosselung wirkt ausschließlich auf die mobile Datenverbindung und endet automatisch mit dem Beginn des neuen Abrechnungsmonats.

Drosselung ist besser als die Alternative

Die früher weit verbreitete Datenautomatik hat stattdessen automatisch kostenpflichtiges Zusatzvolumen gebucht – teils mehrfach im Monat. Eine klare Drosselung ohne automatische Nachbuchung ist für Verbraucher die deutlich transparentere Lösung, weil keine unerwarteten Kosten entstehen. Achten Sie beim Tarifvergleich also darauf, dass "Drosselung statt Datenautomatik" gilt.

Was tun, wenn das Volumen leer ist?

Datenpass nachbuchen: Fast alle Anbieter verkaufen Zusatzvolumen für wenige Euro, meist per App oder SMS. Rechnen Sie nach – oft ist ein größerer Grundtarif billiger als zwei Nachbuchungen pro Monat.

WLAN nutzen: zu Hause, im Büro und unterwegs, wo möglich.

Aussitzen: Wenn nur noch wenige Tage bis zum Monatswechsel fehlen, lohnt eine Nachbuchung selten.

So vermeiden Sie die Drosselung

Der wirksamste Hebel ist die Streaming-Qualität: Eine Stunde Video in HD verbraucht rund 3 GB, in Standardauflösung nur etwa 0,7 GB. Musik lässt sich für unterwegs herunterladen, ebenso Karten für die Navigation. In den Einstellungen von Android und iOS zeigt eine Datenverbrauchsstatistik, welche App wie viel zieht; dort lassen sich Hintergrunddaten einzelner Apps auch abschalten. Und wer regelmäßig über sein Volumen kommt, fährt mit einem größeren Tarif meist günstiger – die aktuellen Angebote finden Sie im Handyvertrag-Vergleich.

Nicht verwechseln: Drosselung durch Netzauslastung

Etwas anderes ist die vorübergehende Verlangsamung in überfüllten Funkzellen, etwa im Fußballstadion oder auf Festivals. Dabei handelt es sich nicht um eine tarifliche Drosselung, sondern schlicht um zu viele Nutzer an derselben Antenne.

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